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  • De-construction
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  • Embodied Practices
  • Worldbuilding

Traces of the Immaterial

Momo Ohnewein

Durch eine theoretische sowie praktische Recherche untersuche ich, wie Kunst als Artefakt und oder Situation politische sowie soziale Räume eröffnen und halten kann. Es sind dabei Räume gemeint, welche es ermöglichen, materielle sowie immaterielle Strukturen gelebter Realitäten und deren Auswirkungen auf die beteiligten zu analysieren, anzusprechen, zu diskutieren und zu beobachten. Ziel ist es, Raum zu halten für das Erdenken und Erproben von einem gemeinsamem, egalitären, antispeziezistischen, lebenswerten Leben.

Wir leben in einer Welt geprägt von multiplen sich überschneidende ökologische, soziale, politische und existenzielle Krisen. Diese Konstellation ist weder neu noch unbekannt, doch in ihrer derzeitigen Intensität hat sie einen Zustand geschaffen, in dem Gewalt, Trauer, Schmerz und Verlust nicht mehr die Ausnahme sind, sondern untrennbar mit dem Alltag verwoben sind, den wir Leben nennen.

Meine Arbeit setzt hier an und untersucht, wie diese Zustände mit bestimmten ontologischen und ethischen Theorien verknüpft sind, insbesondere mit einer hierarchischen Segregation, Überlegenheit-Vorstellungen, totalitäre Weltvorstellungen.

Ausgehend von Theorien wie dem «agential- realism» von Karen Barad, dem «vital materialism» von Jane Bennett und den Konzepten des «making kin» von Donna Haraway, verbinde ich künstlerische und theoretische Praktiken wie Queering, dissent, Archivierung des Unsichtbaren und kollektive Trauerarbeit. Referenzen aus Kunst und Theorie dienen dabei als Ausgangspunkte, um alternative Formen des Zusammenlebens und der Wahrnehmung zu untersuchen.

Referenzen, die mir am Herzen liegen:

Karen Barad: «Meeting the universe halfway: Quantum physics and the entanglement of matter and meaning»
Roberto Huarcaya: «AMAZOGRAMAS»
Doris Salcedo: «Shibboleth»
Cindy Milstein: «Rebellious mourning: the collective work of grief»
Donna Haraway: «Staying with the trouble: Making kin in the Chthulucene»

Activities am TFT

Du bist herzlich dazu eingeladen:
Die Exponate still/ laut zu betrachten; dich mit Menschen deiner Wahl darüber zu unterhalten; mich darauf anzusprechen; daran vorbeizulaufen; …

Access Note

• Sitzmöglichkeiten
• Bilder, welche an der Wand hängen mit Beleuchtung
• Möglichkeit anonym teilzunehmen
• Beschreibungen auf Deutsch und Englisch
• Sitzen, Stehen, Gehen, Rollen, …