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Lebensraum Morsasco

Jules Mörhle

Studierende: Maja Milovanović, Madleina Metzger, Heke (Hund), Eileen Campbell, Livia Lorenz
Externe: Nenya Biedermann, Sara Katarina Trailović, Moritz Rubitschung, Luca Fabbri, Margherita Fabbri, Caterina Fabbri und das sich findende Kollektiv «Friends around Tana» (AT).

Ausgehend von eigenen Erfahrungen in der kleinen norditalienischen Gemeinde Morsasco, im Basler Gemeinschaftsgarten Erle Perle und am HyperWerk untersuche ich, wie Räume entstehen, in denen Mitsprache, Stille und Nicht-Menschliches gleichwertig Platz finden. Die Forschung bewegt sich zwischen prozessgestalterischer Praxis, räumlicher Dramaturgie und der Frage, wer in institutionellen Kontexten, die auch Kollektive und Gemeinschaften umfassen, überhaupt gehört wird. Wie gestalten sich Orte des Wandels und welche sozialen Praktiken machen Wandel bewohnbar?

Die Klimakrise und das Erleben von Kollaps sind der Hintergrund, vor dem dieses Projekt entsteht. Anstatt sie als abstraktes Thema zu behandeln, widmen wir uns ihnen als gelebte Realität und fragen: Welche Praktiken helfen uns, handlungsfähig zu bleiben, wenn die gewohnte Form der Welt sich verändert?

Gleichzeitig steht die Frage im Raum, wie «Institutionen» mit Wandel umgehen und wer entscheidet, wer mitreden darf, und welche Stimmen strukturell ausgeschlossen bleiben. Geschlossene Prozessgestaltung hinterlässt Spuren, die das Vertrauen in kollektive Handlungsfähigkeit langfristig schwinden lässt.

Die Arbeit verbindet diese beiden Stränge – das Ökologische und das Institutionelle – über die Frage des Ortes: Was macht einen Ort bewohnbar? Gilles Clément, Byung-Chul Han und Joanna Macy liefern theoretische Bezüge, während Morsasco, die Erle Perle und das HyperWerk die konkreten Erfahrungsfelder sind.

Activities am TFT

Mittwoch, 29.04.2026 - 19:20-19:50
Interaktive Performance

Ein mit Klebeband markierter Raum im White Cube lädt Besuchende ein, innezuhalten. Drei Zonen – Aussen, Schwelle, Innen – machen körperlich spürbar, was es braucht, um die eigene Stimme einzubringen. Im Innenraum liegen Materialien bereit: ein Mikrofon, eine Tastatur, die mit einem Beamer verbunden ist, Papier und Farbe. Es gibt keine Anleitung, aber eine Frage, die den Raum trägt und die projiziert wird. Schweigen ist genauso willkommen wie Sprechen.

Menschen können die interaktive Performance jederzeit besuchen und jederzeit gehen. Alle Materialien sind vorhanden und der Raum ist die Einladung.

Access Note

• Besuchende bewegen sich durch drei räumliche Bereiche, die mit Klebeband am Boden markiert sind
• Sitzmöglichkeiten sind vorhanden, aber begrenzt
• Dauer: 30 Minuten, Kommen und Gehen ist jederzeit möglich.
• Sprache nach Wahl, kein sprachlicher Ausdruck notwendig.