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Encoding Mobility – Listening Prototype

Katerine Omole

Das Projekt untersucht die Klangkultur von ZR Vans in Barbados als eine Form von mobiler sozialer Architektur. Im Fokus steht, wie Hupen, Bass und Umweltgeräusche Kommunikation, Nähe und soziale Dynamiken im öffentlichen Raum strukturieren. Im Tank wird dieses Material in eine räumliche Hörsituation übersetzt, die nicht nur dokumentiert, sondern erfahrbar macht. Dabei verschiebt sich der Fokus vom Aufnehmen hin zur Gestaltung von Hören als körperliche und situative Praxis.

Es bewegt sich im Feld von Sound Studies, urbaner Mobilität und relationalen Raumkonzepten. Informelle Transportsysteme wie ZR Vans in Barbados funktionieren nicht nur als Infrastruktur, sondern auch als soziale Räume, die durch Klang organisiert werden. Hupen, Musik und Umweltgeräusche übernehmen kommunikative Funktionen und strukturieren Interaktionen im öffentlichen Raum.

Gleichzeitig hinterfragt das Projekt die Vorstellung von Klang als objektive Dokumentation. Aufnahmen werden nicht als neutrale Abbilder verstanden, sondern als situierte, fragmentarische Perspektiven. Durch die Übersetzung in eine räumliche Hörsituation entsteht eine Verschiebung: weg vom reinen Archiv hin zu einer Praxis des Hörens, die von Körper, Aufmerksamkeit und Kontext abhängt.

die Logik der Beschleunigung: statt zu konsumieren, um zu funktionieren, schafft sie in Strukturen, die Pause erlauben, Bedürfnisse sichtbar machen und Teilhabe ermöglichen.

Activities am TFT

Besucher:innen betreten eine kleine, konzentrierte Hörzone, in der sie über Kopfhörer in kurze Klangsequenzen aus dem ZR Van Kontext eintauchen können. Ein begleitendes Video sowie eine offene Archivoberfläche mit Sound-Logs und Kartenmaterial geben Orientierung, ohne die Hörerfahrung zu dominieren.

Die Situation lädt dazu ein, Klang nicht nur als Information, sondern als räumliche und körperliche Erfahrung wahrzunehmen. Je nach Dauer, Aufmerksamkeit und Position im Raum verändert sich die Wahrnehmung der Aufnahmen. Die Arbeit versteht sich als offener Prototyp, in dem Hören als aktive, situierte Praxis getestet wird.

• Keine Anmeldung erforderlich, Besuch jederzeit möglich • Keine Vorkenntnisse nötig
• Rückmeldungen sind erwünscht
• Die Arbeit kann individuell über Kopfhörer erfahren werden.
• Mehrere Personen können gleichzeitig oder nacheinander hören.
• Ein kurzer Einstieg oder Kontext kann bei Bedarf vor Ort gegeben werden.

Access Note

• leichtes Bewegen im Raum und Nutzung von Kopfhörern
• keine direkte körperliche Interaktion mit anderen notwendig
• Sitzmöglichkeiten vorhanden
• Besucher:innen können jederzeit kommen und gehen
• Fokus liegt auf Hören über Kopfhörer (keine laute Raumbeschallung)
• Visuelle Elemente (Video) sind vorhanden, aber nicht dominant
• Sprache: Deutsch / Englisch
• individuelle Teilnahme möglich